DSL: Auf und Ab bei der Telekom

Solche oder ähnliche Geschichten gibt es im Internetz viele zu lesen. Ich möchte Euch meine Erfahrungen mit der Deutschen Telekom als Privatkunde nicht vorenthalten.

Viel Spaß bei der Unterhaltung wünscht Euch der Adminblogger :)

Mittwoch, 22.04.09

Für heute ist der Umzug des Telefon- und T-DSL-Anschlusses beauftragt. Gleichzeitig werde ich damit Kunde mit einem Komplettanschluss von der DTAG: Internet kommt also künftig von T-Online und nicht wie bisher von KAMP (Die scheinen gerade Ihr Privatkundengeschäft eingestellt zu haben – finden sich nur noch Business-Angebote auf deren Webseite).

Gegen 10 Uhr ist der Telefonanschluss in der alten Wohnung bereits tot, es ertönt nur eine automatische Ansage beim Versuch eine Nummer zu wählen.

Wie von der Telekom angekündigt taucht gegen Mittag der versprochene Techniker in der neuen Wohnung auf und schließt die TAE-Dose an den Hausanschluss an, misst die Leitung durch etc.

DSL geht zu dem Zeitpunkt noch nicht in der neuen Wohnung. Laut Aussage der Hotline werden DSL-Anschlüsse nur nachts um 0 Uhr geschaltet. Das DSL-Modem synct bis 08:30 Uhr des nächsten Tages nicht.

Donnerstag, 23.04.09

Seit 08:30 Uhr ist das DSL-Modem mit der Gegenstelle synchron, laut Weboberfläche allerdings nur mit 3456 Kbit/s. Da dem Adminblogger hier in der Gegend 6-16 MBit/s versprochen wurden, kurzerhand das Modem ausgeschaltet: Vielleicht synct es sich ja jetzt mit mehr als den popeligen 3 Mbit/s?

Fehlanzeige: Das DSL-Modem synct – wie bereits den Abend zuvor – nun überhaupt nicht mehr.

Also wieder die Hotline angerufen, Techniker kommt morgen und schaut sich das an.

Freitag, 24.04.09

Der Telekom-Außendienstmitarbeiter ist pünktlich vor Ort in der neuen Wohnung: Sein Mess-Modem synchronisiert sich, allerdings bricht die Verbindung beim Versuch, mit seinem Toshiba Toughbook online zu gehen, zusammen.

Er packt seine sieben Sachen zusammen, lässt mir noch einen neuen Splitter da und fährt in die Vermittlungsstelle. Dort stellt er dann kurze Zeit später fest, dass der DSL-Port defekt sei. Nach Austausch des defekten Ports synct sich mein DSL-Modem in Sekundenschnelle – allerdings wieder nur mit 3456 Kbit/s.

Surfen geht, allerdings ist es mit nur 3 Mbit/s genauso lahm wie die 3 Jahre zuvor auf dem Dorf. Akzeptabel ist was anderes.

Mal wieder die Hotline angerufen und die Dame am Telefon aufgefordert doch die Leitung aufzubohren – schließlich bin ich mit der Erwartung von 6-16 Mbit/s hier eingezogen.

Antwort sinngemäß: An Ihrem Anschluss sind nur 3 Mbit/s machbar. Während des Gesprächs erwähnt die gute Frau am Telefon meine Adresse: allerdings die alte. Ein Funke Hoffnung kommt auf: vielleicht messen die Hotliner ja immer noch den alten Anschluss? Geht in der neuen Wohnung womöglich doch mehr als 3 Mbit/s?

Samstag, 25.04.09

Der Adminblogger hält via UMTS die Verbindung zur Außenwelt.

Sonntag, 26.04.09

Erneuter Anruf bei der Telekom in der Hoffnung, die Adresse sei nun endlich in allen deren Systemen korrigiert und man könne endlich die versprochenen 6-16 Mbit/s schalten.

Antwort sinngemäß: “Ich würde Ihnen gerne mehr verkaufen, aber bei Ihnen geht nur 3 Mbit/s.”

Ich solle doch eine Woche warten und es dann noch mal probieren, vielleicht liegt es ja wirklich an der im System hinterlegten, falschen Adresse und hat sich bis dahin erledigt.

Montag, 27.04.09

Mein Arbeitskollege und Nachbar, der seit kurzem im Haus nebenan wohnt, teilt mir mit: Hansenet habe soeben seinen Alice-Anschluss von 6 auf 12 Mbit/s hochgesetzt, nachdem er da angerufen hätte.

*Salz in die Wunde*

Mit den Telefonnummern von einigen seiner Nachbarn ausgerüstet, überfalle ich nun den DSL-Verfügbarkeits-Check der Telekom. Die Online-Prüfung für den Anschluss des Nachbarn meines Arbeitskollegens ergibt:

Entweder 3072 Kbit/s über klassisches DSL oder Entertain mit DSL16plus über das neue Gigabit-Konzentratornetz der Telekom.

Der Adminblogger fühlt sich verarscht: Nebenan geht 12 Mbit/s über Alice, Telekom bietet DSL16plus und hier wird man mit 3 Mbit/s abgespeist?

Also Hotline angerufen und höflich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass an meinem Anschluss eigentlich mehr als 3 Mbit/s gehen sollten, mein Nachbar über Alice mit 12 Mbit/s unterwegs ist und die Telekom sich hier doch nicht lumpen lassen könne.

Antwort: Das System sage, mehr geht nicht, man könne aber nochmal einen Techniker die Strecke durchmessen lassen.

So sind wir dann auch verblieben.

Dienstag bis Mittwoch

Der Adminblogger prüft unregelmäßig die DSL-Verfügbarkeit mit dem Ergebnis:

DSL-Verfügbarkeitsprüfung (Nur DSL mit 3072 Kbit/s möglich)

Donnerstag, 30.04.09

Um 03 Uhr nachts endlich: Laut DSL-Verfügbarkeitsprüfung ist an meinem Anschluss DSL16plus möglich:

DSL-Verfügbarkeitsprüfung (DSL mit 3072 Kbit/s oder Entertain mit DSL16plus möglich)

Beim Versuch, das ganze gegen 8 Uhr telefonisch zu beauftragen, bleibt es dann allerdings auch:

Laut der Mitarbeiterin an der Hotline mache die Telekom über das verlängerte Wochenende ein Software-Update, so dass ihr bereits jetzt nur rund die Hälfte der sonst üblichen Tools zur Verfügung stünden.

Sie könne mir Entertain Comfort (der günstigste der 3 angebotenen Tarife) mit DSL16plus derzeit nicht verkaufen, da sie nicht einsehen kann, ob die Leitung zwischen Vermittlungsstelle und TAE-Dose das hergibt. Sie würde mich am Montag zurückrufen.

Donnerstag bis Montag

… UMTS …

Montag, 04.05.09

Rückruf der Dame von der Hotline. Sie sagt mir, Entertain könne an meine Anschluss nicht geschaltet werden. Sie würde mir das gerne verkaufen, das System würde das aber nicht annehmen (Kommt mir irgendwie bekannt vor).

Auf meine Nachfrage, warum mir dennoch online laut Verfügbarkeitsprüfung Entertain mit DSL16plus angeboten wird, wusste sie keine Antwort.

Also: kurzerhand Entertain Comfort mit DSL 16plus online bestellt – wer braucht schon Vertriebler…

Mittwoch, 06.05.09

Im Postkasten findet sich ein Brief vom Telekom-Kundenservice der mir mitteilt wie DSL funktioniert und dass bei mir mehr als 3072 Kbit/s nicht möglich wären:

Schreiben der Telekom: Betrifft DSL-Geschwindigkeit - Bei Ihnen sind maximal 3072 Kbit/s möglich

Der Adminblogger nimmt die Niederlage hin und bereitet sich innerlich darauf vor, auch in Zukunft mit maximal 3 Mbit/s durchs Netz zu tuckern und vom Nachbarn und Arbeitskollegen verspottet zu werden ;)

Donnerstag, 07.05.09

Wieder ein Brief von der Telekom, diesmal die PIN, mit der ich kostenpflichtiges Entertainment-Zeugs nutzen kann – vermutlich für Video on Demand etc.

Ich frage mich: Weiß bei der Telekom die linke Hand nicht, was die rechte macht?

Samstag, 09.05.09

Richtig! Die Telekom mag mich so sehr, sie schreibt mir noch einen Brief:

Auftragsbestätigung: Entertain Comfort mit DSL16plus wird am 14.05.2009 geschaltet

Die Frage vom Donnerstag lässt sich nun beantworten: Ja, bei der Telekom weiß die linke Hand nicht, was die rechte macht.

Mittwoch, 13.05.09

1 neuer Anruf auf dem Anrufbeantworter, als ich von Arbeit nach Hause komme: Frau $foobar von der Telekom. Bei mir würde morgen Entertain geschaltet werden (Anmerkung: Noch sind sie also zuversichtlich, dass das klappen wird…) und ich solle sicherstellen, dass ich Splitter, Mediareceiver und ein passendes DSL-Modem bzw. einen SpeedportRouter habe.

Splitter habe ich, D-Link DSL-380T habe ich auch: passt.

Donnerstag, 14.05.09

Um 10:30 Uhr bricht die PPPoE-Verbindung meines Linksys WRT54GS-Routers zusammen und das DSL-Modem synchronisiert – wie bereits am 23.04. – nicht mehr.

Die Weboberfläche des Modems sagt dazu:

Dämpfungswerte des D-Link DSL-380T an meinem DSL16plus-Anschluss

Zum Vergleich hier mein Modem am Alice-Anschluss meines Nachbarn:

Dämpfungswerte des D-Link DSL-380T am Alice-Anschluss meines Nachbarn

Also mal wieder die 0800-33-02000 angerufen und “Störung” ins Telefon gebölkt, gefolgt von “ja”, es gehe um den Anschluss von dem aus ich anrufe.

Der Computer am Anderen Ende der Leitung meinte daraufhin, dass er nun kurz meinen Anschluss prüfen würde, ich solle ein paar Sekunden Geduld haben (Das scheint mir neu zu sein seit dem Update über das verlängerte Wochenende).

“Für Ihren Anschluss liegt bereits eine Störungsmeldung vor. Wollen Sie trotzdem mit einem Mitarbeiter verbunden werden?” tönte es aus dem Telefon.

Da die Störung offenbar schon bekannt war beließ ich es dabei und behelligte vorerst keine weiteren Hotliner.

Freitag, 15.05.09

Mittags angerufen wegen der immer noch offenen Störungsmeldung, diesmal nicht vom Computer abwimmeln lassen.

Vom Telekom-Mitarbeiter am anderen Ende der Strippe wollte ich wissen, ob sich heute noch ein Techniker um das Problem kümmern würde, schließlich hätte ich seit gestern keinen funktionierenden Internet-Zugang mehr.

Vom Callcenter-Mitarbeiter wurde ich direkt zu einem Disponenten weitergeleitet der über die Termine der Außendienstmitarbeiter zwecks Entstörung besser bescheid wisse.

Als der Disponent meine Störungsmeldung dann auf seinem Schirm hatte meinte er, dass da jemand vergessen hätte einen Termin einzutragen: Wäre das passiet, würde sich bereits heute ein Techniker meines Problems annehmen <nelson>HAHA</nelson>.

So blieb ihm auch nach Rücksprache nur übrig, mir einen Termin für den kommenden Montag zwischen 10 und 12 Uhr vorzuschlagen.

Wochenende

… UMTS …

Montag, 18.05.09, 10:00 Uhr

Der Telekom-Techniker kommt pünktlich vorbei, stöpselt sein Messgerät in die TAE-Dose und stellt fest, dass sein Test-Modem ebenfalls keine DSL-Verbindung zustande bekommt.

Er fährt in die Vermittlungsstelle um zu prüfen, ob dort alles in Ordnung ist und würde dann von der Vermittlungsstelle kommend an jedem Verteilerkasten prüfen, ob er noch eine Verbindung mit meinem DSL-Port aufbauen kann.

Montag, 18.05.09, 10:33 Uhr

Anruf vom Telekom-Techniker: Die Leitungslänge zwischen Vermittlungsstelle und Hausanschluss sei mit ca. 1500m zu lang. Entertain würde wohl in der Regel nur bis ca. 1000m geschaltet.

Wir unterhalten uns noch weitere 6 Minuten am Telefon über verschiedene Dinge, z.B. darüber, dass mein Arbeitskollege ein Haus weiter bei Alice ist und dort 12 Mbit/s schafft.

Laut Techniker hat bei mir im Hauseingang fast jeder DSL, so dass die gegenseitige Beeinflussung ein Stück größer sei (Im Hauseingang meines Arbeitskollegen sind hingegen noch 3 Wohnungen unvermietet).

Alice nutze seiner Meinung nach auch andere Technik, die zuerst versuche mit größtmöglichem Speed zu syncen und wenn das nicht klappen würde immer ein Stück weiter runtergeht.

Nun wird mein Anschluss wohl wieder von Entertain mit DSL16plus auf Call & Suft Comfort mit DSL 6000 (Und natürlich Reduzierung auf 3072 Kbit/s) runtergestuft.

Anschließend kann ich dann laut Aussage des Technikers versuchen, auf meinem DSL-Port testweise die Limitierung von 3072 Kbit/s aufheben zu lassen. Mit ein bisschen Glück und wenn der Kollege vom Diagnose-Team dazu gewillt ist das zu machen, könnte das klappen. Allerdings solle ich mir keine großen Hoffnungen machen, da die 6000 wohl arg grenzwertig wären mit meiner schlechten Leitung.

Montag, 18.05.09, 11 Uhr

… UMTS …

To be continued…

Weiter bei Teil 2.