Während einer einstündigen Stromabschaltung am gestrigen Vormittag aufgrund von Arbeiten im Stromnetz von E.ON hat sich leider mein DSL-Modem in die ewigen Jagdgründe verabschieded.
Das DSL-Modem D:NTAD:1L R45:AE von Siemens ist dafür berüchtigt, dass es nach oft jahrelangem, reibungslosem Betrieb den Heldentod stirbt, wenn es dann mal für eine kurze Zeit nicht in Betrieb ist und die elektrischen Bauteile abkühlen.
Grund dafür ist scheinbar ein mit der Zeit austrocknender Kondensator im Schaltnetzteil des Modems.
Selbst nach 20 Minuten "Aufwärmen" des Geräts im Backofen bei schnuckeligen 50°C war das Gerät anschließend selbst nach Anlegen von 220V nicht wiederzubeleben.
Ersatz ist aber bereits bestellt: Ein D-Link DSL-380T wird das defekte Gerät hoffentlich ab Anfang nächster Woche ersetzen.
Bis dahin muss ich mit 50 kByte/s über die UMTS-Verbindung vom Handy via Bluetooth Vorlieb nehmen - was erstaunlicherweise recht stabil funktioniert.
Sogar meinen Lieblings-MP3-Stream DIGITALLY-IMPORTED Chillout kann man damit wunderbar hören.
Nur das Handy wird mit der Zeit durch die Dauerbelastung etwas warm ![]()
{ 10 } Comments
DSL Modem im Backofen... sehr geil^
Lustig, genau das ist mir mit meinem Siemens vor ein par Wochen auch passiert, war ca. 30 Minuten stromlos und nicht mehr wiederbelebbar. Erstaunlich das es so lang durchgehalten hat.
Uih, noch das gute alte Schuhkarton-Modem!
Erstaunlich, dass es überhaupt solange durchgehalten hat
Das gleiche Modem hatten wir auch lange Zeit.
Wenn mal einige Zeit der Strom weg war, haben wir das Ding aufgemacht und mit einem Fön wieder warm gemacht (vorallem den großen Kondensator).
Das hat auch einige male funktioniert, vor ein paar Monaten hat es dann aber auch endgültig seinen Geist aufgegeben.
Also ein DSL-Modem im Backofen hab ich jetzt noch nicht gesehen... bist du sicher, dass du die Bedienungsanleitung korrekt gelesen hast?
Mein baugleiches Modem ist exakt auf die gleiche Art gestorben, aber vor ein paar Jahren und durch die SWK. Ich habe aber keine Wiederbelebungsversuche gestartet.
So eins habe ich auch noch in Betrieb. Im letzten Jahr konnte ich es nach einer Stromunterbrechung sogar noch ohne Backofen, Heizung oder Fön weiterbetreiben. Vorsichtshalber habe ich aber schon ein baugleiches auf Halde liegen - um im Fall der Fälle nicht auf mein nicht-vorhandenes UMTS-Telefon angewiesen zu sein.
Was mir dazu gerade noch einfiel: Neben den vertrockneten Kondensatoren haben die Dinger auch massiv unter ihrem versprödenden Plastikgehäuse zu leiden. Man bekommt die Dinger heutzutage quasi gar nicht mehr geöffnet ohne die Haltenippel im Inneren abzureißen. Aber freundlicherweise hat Siemens vorgesorgt und mittig um das Gehäuse laufend eine Rille für Kabelbinder reingemacht.
öhm.. 50kbit? dann wars wohl eher GPRS und nich UMTS?!
kByte, nicht kBit
{ 1 } Trackback
[...] Ersatz-Modem für meinen DSL-Router, das DSL-380T von D-Link, hat zu meiner Überraschung keine RJ45-Buchse für [...]