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Vergleich Onlinebanking: Sparkasse Herford vs. Sparda Bank

Nach meinem Umzug habe ich nun vor ein paar Tagen endlich ein Konto bei der hiesigen Sparkasse eröffnet. Nicht, daß ich mit meinem Konto bei der Sparda-Bank unzufrieden wäre - aber die Geldautomaten der Sparkassen sind einfach öfter anzutreffen als die der Sparda-Bank.

Nachdem der Mitarbeiter der Sparkasse fleißig meine Daten für die Kontoeröffnung im Internet-Explorer in eine Eingabemaske getippert und anschließend die in PDF-Form generierten Unterlagen ausgedruckt hatte, fragte ich natürlich auch nach Online-Banking.

Schon irgendwie peinlich, daß dies vom Kundenberater nicht selbst ohne Aufforderung vorgeschlagen wird und man selbst danach fragen muss.

Aber naja, vielleicht macht die Bank diesen Schnitzer mit einer umso besseren Weboberfläche fürs Onlinebanking wieder wett. Denkste!

So sieht Onlinebanking bei der Sparkasse Herford aus:

Sparkasse Herford Onlinebanking
(Bild anklicken für große Ansicht)

Das Design der Seite ist ohne Frage ein Griff ins Klo - schlichte Seiten in allen Ehren, aber etwas Farbe kann manchmal Wunder wirken. Von den "Farben" einmal abgesehen stören auf den Onlinebanking-Seiten der Sparkasse fast überall die Bilder/Icons und wirken sich extrem negativ auf den Gesamteindruck aus.

Die Bilder am unteren sowie am rechten Rand sehen aus, als seien sie nachträglich im HTML-Quelltext mit den Attributen width und height vergrößert oder verkleinert worden - nicht selten findet man solche gravierenden Fehler auf Webseiten von Anfängern.

Schaut man sich den Quelltext einmal näher an, wird auch klar, warum die Bilder in diesem Fall so unscharf aussehen:

<input type="image" [..] alt="Eingabe löschen" [..] style="cursor: hand; width: 7.125em; height: 1.1875em;" [..] />

Ich behaupte einfach mal, der Webdesigner der Sparkasse hat da was falsch verstanden ;)

Genug der "So besser nicht"-Beispiele - widmen wir uns nun der Onlinebanking-Seite der Sparda-Bank:

Sparda-Bank Onlinebanking
(Bild anklicken für große Ansicht)

Mein Favorit ist ganz klar die Seite der Sparda-Bank. Keine unnötigen Bilder, schlichte Seite und gute Farbkombination. Da kann sich die Sparkasse mit ihrem altbackenen Design zwei Scheiben von abschneiden.

Wie seht Ihr das? Was ist Euch beim Online-Banking wichtig?

{ 19 } Comments

  1. Overkill | 16. Juli 2006 at 00:09 | Permalink

    Also ich finde beide Seiten gar nicht soo schlimm. Was Web-Design angeht bin ich auch eher Purist und halte nicht viel von bunten, bebilderten Seiten, wenn es um Service-Portale geht.
    Ich selber nutze schon jahrelang das Onlinebanking bei der Postbank (just in diesem Moment fummeln die übrigens was daran herum, sodass der Zugriff stark eingeschränkt ist) und bin damit auch recht zufrieden. Die Postbank bietet auch ein Demo-Konto an, das jeder ausprobieren kann.

    Viel wichtiger finde ich bei so einer Geschichte allerdings Barrierenfreiheit, Standardkonformität und den Verzicht auf möglichst viele Erweiterungen (JavaScript, ActiveX, etc pp).

  2. tb | 16. Juli 2006 at 10:29 | Permalink

    hm, da ist die volksbank ja im vergleich recht übersichtlich und ansehlich. demo siehe https://www.vr-networld-ebanking.de/index.php?RZKZ=XC&RZBK=0517 . (um in der demo zu einer überweisung zu kommen muss man ein konto auswählen und dann dort z.b. girokonto. dann kann man links überweisung. wenn man nur ein konto hat ist man beim einloggen gleich in dem letzten menü). da sind auch icons, aber die stören nicht wirklich. das einzig merkwürdige was ich stören würde in anderen nicht-opera browsern ist der abgefangene rechtsklick. was soll an einem rechtsklick (z.b. zum faulen einkopieren von daten) so böse sein? naja egal, darum gehts hier nicht ;)

  3. Richie | 16. Juli 2006 at 11:22 | Permalink

    Jo, ich finds auch ned so wild. Ich arbeite schon ein Jahr oder so mit der KSK-Oberfläche und nach anfänglichem Eingewöhnen gehts echt finde ich. Die Sparda-Seite ist bstimmt etwas gelungener, aber ich finds marginal.

    Sei froh, dass du dich "nur" über sowas ärger musst :P

  4. Kai | 17. Juli 2006 at 08:21 | Permalink

    Wer Online Banking ohne HBCI und Karte macht (mit einem Kartenleser mit extra Tastatur), dem ist eh nicht mehr zu helfen ;-)

  5. Hotelblogger | 18. Juli 2006 at 18:35 | Permalink

    Ich glaube, das biedere Layout ist z.T. gewollt, um auch ältere Kunden nicht abzuschrecken. Die Banken wollen ja, soweit ich weiss, dass man vor allem online bankt, weil das evtl. weniger Personalkosten verursacht als das Betreiben eines Bankschalters.

    Mir ist wichtig, dass der Workflow stimmt. D.h. wenn ich meine Überweisungsdaten eingegeben habe, sollte der Buttom zum Bestätigen rechts darunter stehen und nicht etwa links und oberhalb vom Eingabefeld, wo ich ihn stundenlang suchen würde!

    Mit HBCI hatte ich leider noch nie zu tun gehabt. Aber ich denke, solange man auf keine Phishing-Attacke hereinfällt und immer nur die Seiten aufruft, die wirklich der Bank des Vertrauens gehören (Zertifikate!), ist selbst das TAN/iTAN-Verfahren im Wesentlichen nicht unsicher.

  6. Danny | 18. Juli 2006 at 18:47 | Permalink

    Ich finde auch die Volksbanken-Version besser.

    Sparkassen-Onlinebanking war früher übrigens viel schlimmer als es heute ist.

  7. cp8r | 18. Juli 2006 at 21:21 | Permalink

    Bei der Berliner Volksbank finde ich cool, dass das Online-Banking-Interface auch noch einen Menüpunkt bietet, mit dem man per Lastschrift eingezogenes Geld zurückholen kann! Hat das noch jemand anders?

    Empfehlenswert ist auch das Online-Banking der NetBank. Klar, ist ja auch eine reine Internetbank, da sollte das schon sein (übrigens ein Tochterunternehmen der Sparda-Banken).

    Weniger schön ist das Online-Banking der Deutschen Kreditbank (DKB). Etwas verwirrend und chaotisch aufgebaut, z.T. unübersichtlich. Dafür sind die Kontokonditionen nahezu unschlagbar.

  8. Kai | 18. Juli 2006 at 21:41 | Permalink

    Wenn man es rein nüchtern sieht, können selbst Zertifikate durch ein Man in the Middle Angriff penetriert werden. Aber ist auch egal... :D 100%ige Sicherheit gibts nicht und steht auch in direkter Korrelation mit dem User, der vor dem Bildschirm sitzt

  9. Marcel | 18. Juli 2006 at 22:58 | Permalink

    @cp8r

    Das mit dem Lastschrift-Zurückfordern geht auch bei der Sparda-Bank unter "Aufträge" und dann "Lastschriftrückgabe".

    Gruß,
    Marcel.

  10. Smythers | 18. Juli 2006 at 23:07 | Permalink

    Bliebe zu erwähnen, das das vorgestellte Design der Sparkasse Herford keine hausinterne Lösung ist, sondern die Online-Banking Anwendung aller westfälisch-lippischen, baden-würtembergischen sowie vieler rheinischer und rheinland-pfälzischer Sparkassen darstellt. Bereitgestellt wird das ganze von der Sparkassen Informatik GmbH, dem größten deutschen Sparkassenrechenzentrum. Über das Design läßt sich streiten, ist eben die Sparkassen CI (vgl. mit der Sparkassen Printwerbung), aber die Internetbanking-Seite ist schlüssig aufgebaut und funktioniert. Und hat eine der höchsten Verfügbarkeitsraten im deutschen Bankenspektrum, Volksbanken die der DAG (VB Rechenzentrum in Münster) angeschlossen sind, haben da mitunter ganz andere Probleme (... nein, ich arbeite bei keiner Sparkasse, sondern bei der hier nicht genannten Konkurrenz).

    Das das Darstellungsproblem mit den Buttons/Icons wohl in erster Linie vom gewählten Browser-Schriftgrad abhängen (was der Designer zugegebenermaßen besser hätte lösen können) hätte man nicht unbedingt verschweigen müssen.

  11. Hotelblogger | 18. Juli 2006 at 23:26 | Permalink

    Naja, aber schon ein kompliziertes Unterfangen. Klar geht das, aber was müsste man dazu alles tun? Einen Server hinstellen, der die Anfragen an die entsprechende Bank entgegen nimmt. Dazu müsste man einen Domain Name Server so korrumpieren, dass er Anfragen an http://www.meineBank.de umleitet an diesen verbrecherischen Server. Oder auf den Clients direkt dafür sorgen, dass ihre DNS-Einstellungen zu diesem Fake-Server führen. Oder? Hab sowas noch nie gemacht, kenne nur die graue Theorie.

    Da wär es ja kaum weniger aufwändig, den postalischen Chipkartenversand abzufangen und dem Kunden eine von mir erzeugte Karte unterzujubeln, die dann nix anderes tut, als mir seine Karten-PIN zuzusenden ;-)

    Oder auf dem Client per RAM-Manipulation Schlüssel, Zertifikate etc. auszulesen.

    Ach ja, die wunderbare Welt der kreativen Informatik!

  12. Marcel | 18. Juli 2006 at 23:26 | Permalink

    Das die Größenangabe em keine abolute sondern eine relative ist, hatte ich bei dem Publikum dieser Seite einfach mal als bekannt vorausgesetzt.

    Die 12 Sparda-Banken haben auch nicht alle ihre eigene Insellösung was das Onlinebanking angeht, sondern setzen wie auch die Sparkassen auf ihren eigenen Dienstleister - im Falle der Sparda Banken ist das die "Sparda-Datenverarbeitung eG".

  13. Kai | 19. Juli 2006 at 07:29 | Permalink

    Das ist einfacher, als man zum Teil denkt. Es gibt sogar mittlerweile Programme, die das automatisiert machen. Leicht ist es, wenn Du im gleichen LAN bist. Der $ANGREIFER musst nur das ARP Cache des Routers manipulieren, so das sämtlicher Datenverkehr $OPFER Router über den $Angreifer läuft $OPFER $ANGREIFER Router. Und so kann der $ANGREIFER die HTTP Anfrage vom $OPFER weiterleiten $BANK, das Zrrtifikat engegennehmen und gegen ein gefälschtes austauschen. Die Verbindung ist verschlüsselt (denkt $OPFER, weil Verschlüsselungssysmbol gesehen im Browser) aber nur die Vewrbindung $OPFER $ANGREIFER ist verschlüsselt, also kann alles mitgesnifft werden. Das kann man wie gesagt mit den richtigen Programmen automatisiert mit 3 Mausklicks machen. Sollte man nicht im gleichen Netz sein, wirds komplizierter und man braucht Hilfe von Trojanern oder Zugriff aufs RZ

  14. Overkill | 19. Juli 2006 at 18:23 | Permalink

    In dem Zusammenhang werden dann plötzlich auch die WLANs ohne/mit schwacher Verschlüsselung sehr interessant...

    Bei tagesschau.de stolperte ich gerade über einen Artikel, in dem vom miserablen Abschneiden vieler Online-Banking-Systeme berichtet wird. Die ersten vier Plätze (Note: "gut") gingen an Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank und Berliner Volksbank.

  15. Sebastian | 23. Juli 2006 at 21:14 | Permalink

    Also ich finde das Sparkassen Onlinebanking wunderbar - sehr Übersichtlich - und man muss nichts suchen :)
    Die "Alternativen" finde ich da schlechter gelöst...

    Kai: Ganz so leicht ist es nicht - dafür gibt es ja die Vertrauenspfade der Zertifikate :)

  16. ronaldwerner | 3. August 2006 at 21:04 | Permalink

    Ich finde das Sparkassendesign ok, die Seite ist brauchbar schnell und übersichtlich. Wenn ich Design will geh ich zum Designer.
    Ich finde die Volksbankseite mit die langsamste die ich kenne. Über GPRS der absolute Graus.

  17. Postbank-Friend | 16. November 2006 at 19:27 | Permalink

    Auf jeden Fall ist es wichtig so ein brisantes Thema auszudiskutieren.
    Wer kümmert sich heute noch um Banalitäten wie Kompetenz der Mitarbeiter, Serive für die Kunden, Dichte der Filialnetze, Funktioniert das online-Banking überhaupt und wie sicher ist es...
    Endlich wird über die entscheidenden Themen gesprochen, wie z.B. die Farbabstufen der online Seiten.
    Aus Erfahrung weiß ich, wieviele Kunden frustriert die Postbank verlassen, weil der nette Herr, der mir sonst die Briefmarken auf meinen Umschlag klebt, von Geldanlagen und dergleichen noch nicht besonders viel gehört zu haben scheint.
    Aber wie schon gesagt: Interessiet doch keinen, solange die Bilder schön bunt sind...

  18. Akurei | 30. Dezember 2006 at 17:55 | Permalink

    Also ich finde ehrlich gesagt die Sparkassenseite übersichtlicher als die der Spardabank. Und nicht nur, weil ich Sparkassenkunde bin, sondern einfach weil z.B. weiße Schrift auf orangenem Grund meinen Augen weh tut und diese Vielfarbigkeit einen vom eigentlichen Geschehen, nämlich den geldgeschäften ablenkt. Nicht umsonst sind Papiere (aus echtem Papier) meistens schlicht gehalten, weil dann poppige Farben nicht vom eigentlichen ablenken.
    Des weiteren ist es doch so was von egal, wie schön eine Grafik auf einer Onlinebanking seite aussieht, solange sie leserlich ist. Kein Mensch der Welt will mit Onlinebankingseiten irgendeinen Schönheitspreis gewinnen.
    Kurzum: Ich finde du übertreibst, wenn du eine solche Art von Seiten nach Kriterien der Schönheit und des "Webdesigns" beurteilen willst.

  19. Marcel | 30. Dezember 2006 at 17:58 | Permalink

    Das ist ja gerade das Problem - schau Dir mal meinen Screenshot in Originalgröße an. Da kannst Du teilweise nicht lesen, was auf den Buttons auf der Rechten Seite geschrieben steht.